Gesamt: 200505
Heute: 27 (41)
Woche: 27 (341)
Monat: 1500 (2481)





Oktober 2017
2526272829301
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
303112345

Login-Name:
Passwort:
Registrieren
Loginprobleme

Rekordfänge


Mary über 39Kg gefangen am 26.09.2009

Ich kann es immer noch nicht fassen.......es fühlt sich noch immer wie ein Traum an. Wenn es einer ist, weckt mich bitte nicht!
Als ich letztes Jahr nach Deutschland zurück gekehrt war um in der selben Firma in der mein Bruder arbeitet anzufangen, stachen mir bei jeden Besuch bei Ihm Zu hause die Bilder von Joe & Mary ins Auge.
Mary 39,2kg Bild 1

Unglaublich......
Ich löcherte Ihn jedesmal erneut, ob es nicht eine Möglichkeit geben würde ebenfalls diesem heiligen Gewässer (Verein) beizu treten. Und jedes mal erwiderte mir mein Bruder : "die haben im Moment Aufnahme-Stopp". Ich werde sehen, was ich für Dich machen kann, nur Geduld! Ich war nicht der einzige Angler, der scharf darauf war dort zu Angeln. So übte ich mich in Geduld. Als irgendwann im Juni im darauf folgendem Jahr mein Handy klingelte. Es war mein Bruder Emir :
"Schlechte Nachrichten Brotherheart, eben hat mich der Vorstand angerufen um mir mitzuteilen, das in diesem Jahr ebenfalls keine Angler aufgenommen werden. Mit Ausnahme von Dir und ein paar Ortsansässigen." Yeeeeaaaaaahhhhh................. Ich konnte mein Glück kaum fassen, yes!!!!!

Ende Juli hielt ich dann endlich meine Angelerlaubnis für den See in meinen Händen. Überglücklich machte ich mich mit Emir auf den Weg dorthin, um Location zu betreiben. Es war viel los am See. Emir zeigte mir einige produktive Spots am Pool. Letztendlich entschied ich mich als erstes mein Glück am umgefallenen Baum zu probieren. Hier hatte man ohne großartiges Vorfüttern immer eine Chance auf einen Fisch.
Die erste Nacht an diesem Spot bescherte mir tatsächlich meinen ersten Fisch an diesem wunderschönen Gewässer.
Es war eine kleiner Spiegelkarpfen mit 7,5Kg.Später folgte noch ein kleiner Wels von 15Kg. Ich war sehr zufrieden und zuversichtlich! Aber leider tat sich die nächsten 72 Stunden nichts mehr. Nur die Blesshühner schienen sich für meine Baits zu interessieren. Genau diese Blesshühner waren auch der Grund, warum ich mich für einen tieferen Spot entschieden hatte, den mir Emir empfohlen hatte.

Ich fütterte beide Plätze in ca. 7 Meter Tiefe in regelmäßigen Abständen mit den neuen Red Fish Boilies und Hallibut+The Source Pellets von Dynamite Baits an. Nach 2 Wochen entschied ich mich, es erneut auf meinem neuen Platz zu versuchen. Ernüchterung machte sich breit. Nach 4- tägigen Einsatz musste ich leider feststellen, dass ausser ein paar Brachsen-Aktionen
leider nicht mehr drin war. Doch ich hielt meine Futtertaktik bei, irgendwann müssten auch die Karpfen aktiv werden!
Nach einer einwöchigen Pause, war es dann wieder soweit. Ich plazierte meine beiden Ruten erneut auf den vorgefütterten Spots und wartete ab, was geschehen würde.....
Mary 39,2kg Bild 2

Gegen 22.30 Uhr bekam ich dann den ersehnten Dauerton. Mein Delkim verstummte erst, nachdem ich meine neuen Venturis V2 13ft 3,25lbs Rute aufgenommen hatte. Der Fisch der da am anderen Ende dran war, fühlte sich verdammt gut an und zog stetig zur Seemitte hinaus ins Freiwasser. Von Rechts nach Links und umgekehrt. So vergingen über 20 Minuten, bis es mir dann endlich gelang Ihn langsam Meter für Meter heran zu holen. Doch dann plötzlich der Schock! Er saß keine 5 Meter entfernt vor meiner Nase am Ufer fest. Jeglicher Versuch Ihn irgendwie frei zu bekommen scheiterte letztendlich! Ich hatte einen guten Fisch verloren und wusste nicht mehr weiter, so tief saß die Enttäuschung in mir. Emir ermutigte mich weiter zu machen und nicht den Kopf hängen zu lassen.
Die nächsten 72 Stunden waren sehr hart für mich. Ständig war ich im Gedanken über den verloren Fisch. Was wenn es tatsächlich einer der 2 Grossen gewesen ist? Wann würde ich diese Chance wohl je wieder bekommen?
Es half Alles nichts, ich musste wieder klaren Gedanken fassen und weiter machen, genau da wo ich aufgehört hatte. Leider tat sich rein gar nichts mehr und vor lauter Frust fütterte ich meine restlichen Red Fish Boilies und Pellets an, bevor ich den Nachhauseweg antrat. Aber ich würde wiederkehren, so schnell wollte ich mich nicht geschlagen geben. Nach einer arbeitsreichen Woche kehrte ich am Donnerstag-Abend erneut zurück, um mein Glück zu versuchen.
Schnell hatte ich alles aufgebaut, bevor die Dunkelheit hereinbrach. Nachdem ich meine Ruten ausgelegt hatte und etwas gegessen hatte, legte ich mich erschöpft auf meine Liege und schlief ein. Die Nacht verlief ruhig ohne jeglichen Pieper.Nach einem ausgiebigen Frühstück telefonierte ich mit meinem Bruder Emir, der ebenfalls an einem anderen Gewässer am Fischen war. Er hatte ebenfalls keinerlei Aktionen zu verbuchen. Am Freitag Nachmittag machte sich dann mein linker Delkim bemerkbar, Fallbiss... shit, erneut ein Brachsen! Ging das schon wieder los...doch dann ein Dauerton auf meiner rechten Rute, yes! Nach einem kurzen Drill, kescherte ich dann einen kleinen langen Schuppenkarpfen mit ca. 6 Kg, geht doch! Ich schickte meinem Bruder eine MMS mit der Bemerkung "little Mary".
Präzise platzierte ich erneut meine beiden Ruten auf die Hot Spots. Ich fütterte auf jede Rute erneut 1Kg Red Fish Boilies und 1kg von den neuen The Source 8mm Pellets, die einen sehr guten Eindruck auf mich machten.

Als Hakenköder verwendete ich ein 26mm Red Fish Boilie und einen 15mm Red Fish Pop UP, Snowman-Style. Die darauffolgende Nacht verlief erneut sehr ruhig und ohne jegliche Aktion. Am nächsten Morgen kam Emir auf einen Kaffee vorbei, und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Er hatte die Nacht zuvor ebenfalls geblankt. Ich spielte ebenfalls mit dem Gedanken einzupacken. Emir ermutigte mich auf jedenfall noch eine Nacht zu bleiben. Außerdem würde mir die heiße Phase noch bevor stehen. Damit meinte er die Mittagstunden. Um diese Jahreszeit sollte man diese nicht uunterschätzen, Beisszeit!!!! Das Wetter war ebenfalls stabil.
Nach 2 Stunden verabschiedete sich mein Bruder von mir und machte sich auf den Nachhauseweg. Er wollte es am Abend ebenfalls wieder an seinem neuen Gewässer probieren. Es war gegen 14.40 Uhr, ich hatte mich gerade auf meine Liege für einen Schönheitschlaf hingelegt, ein kurzer Biieep.....
Ich konnte meinen Augen nicht trauen, die linke Spitze meiner V2 Rute hatte sich vollends durchgebogen und mein Delkim meldete sich erneut zur Stelle ......wwwwoooooowwwww.....was ein Biss!!!!! Der Bremse meiner Daiwa XT Rolle wurde alles abverlangt. Unaufhörlich nahm der Fisch, Meter für Meter von der Rolle. Es war unmöglich gewesen Ihn zu halten. Zu meinem Glück zog er erneut ins Freiwasser. Jetzt hiess es kühlen Kopf bewahren und ja keinen Fehler machen. Würde ich diesen Fisch ebenfalls verlieren, würde ich mir das Leben nehmen, so viel stand fest!!! Aber Petrus meinte es anscheinend gut mit mir, denn langsam aber sicher gelang es mir Meter um Meter Schnur zu gewinnen.
Mittlerweile waren wieder über 20 Minuten vergangen und ich bekam den Fisch langsam an die Oberfläche. Mir stockte der Atem!!!
Mary 39,2kg Bild 3

Ein großer Schuppenkarpfen durchbrach die Wasseroberläche, nein!! Meine Knie begannen zu zittern, wie niemals zuvor in meinem Leben. Der Fisch zog erneut in die Tiefe ab.....ich vertraute meiner Venturis V2 Rute, der alles abverlangt wurde. Und tatsächlich, nach einem erneuten Fluchtversuch gelang es mir den riesen Schuppi über meinen viel zu kleinen Kescher zu führen. Nach drei gescheiterten Kescher-Versuchen gelang mir das schier unmögliche. Ich hatte den Fisch im Kescher!!! Nein, Nein, das konnte doch nicht möglich sein.....Was da in meinem Kescher lag war "Mary". Ich begann vor Glück zu weinen, und griff sofort zu Telefon um meinem Bruder Emir zu benachrichtigen. "Emir ich habe Sie, ich habe Mary im Kescher!!!" Was soll ich jetzt tun? Er versuchte mich zu beruhigen und riet mir Mary erst einmal in Ruhe einzusacken.
Den Rest würden wir dann Gemeinsam erledigen. Er gratulierte mir nochmals und er sagte er würde sich gleich auf den Weg machen. Überglücklich befolgte ich seinen Rat und versorgte Mary.

Nach einer Stunde traf mein Bruder dann mit 2 Freunden, seiner Frau Zana und deren Frauen ein. Nach ettlichen Umarmungen und Bussies und Gratulationen, kümmerten wir um da Verwiegen. Die Videokamera kam ebenfalls beim Verwiegen zum Einsatz. Alles musste perfekt sein! Nachdem wir den Karpfensack nulliert hatten kam jetzt der große Augenblick. Ein Bankstick kam zum Einsatz, wir schoben Ihn durch die Schlaufe an der Waage und hieften den Fisch dann ganz langsam mit unseren Schultern hoch. 20,25,30,35,36,37,38,39.....39,2 KG. Die Waage pendelte sich bei unglaublichen 39,2Kg ein!!!
Das heisst: "neuer Schuppenkarpfen-Weltrekord"!!!!! Und das war das erste mal das Mary über 39Kg hatte!!!!!! Yeeeeaaaaahhhhhhh.......

Jeder jubelte, was war das für ein schönes Gemeinschafts-Gefühl, Deutschland ist Weltmeister!!!! So ungefähr..... Vorsichtig fotografierten wir diesen unglaublich schönen Fisch und entließen Ihn wieder in sein Element.
Ich hatte tatsächlich das Glück, diesen unglaublichen Fisch in meinen Armen halten zu dürfen und das mit neuem Rekordgewicht!
Ich möchte mich bei meinem Bruder Emir Caro für Alles bedanken,was er für mich getan und ermöglicht hat, Danke
Brotherheart!!!!
Ebenfalls danke an Dynamite Baits, Kryston & Venture Carp (Simon Crow).
Tight lines
Nermin Caro
Quelle: Dynamitebaits

Zurück Zurück

© 2017, ASV Kellmetschweiher e.V.
powered by admidio.org