Gesamt: 195426
Heute: 79 (75)
Woche: 301 (649)
Monat: 1451 (2138)





August 2017
31123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031123

Login-Name:
Passwort:
Registrieren
Loginprobleme

Berichte


Doubs Welstrip I 2011

Hallo, zusammen,
hier nun der versprochene Bericht unserem Kurztrip an den Doubs:
Erstmals war Michael dabei, der bis dahin erst einen kleinen Walli am Rhein gefangen hatte.
Seine Skepsis, das viele Tackle würde nicht in den Xsara Picasso passen, wurde annährend bestätigt. Voll bepackt bis unters Dach fuhren wir am Samstagmorgen um 4.50 Uhr los und waren gespannt und aufgeregt bis in die Haarspitzen.
Gegen 10 Uhr kamen wir bei Koen an, der uns wie immer freundlich begrüßte und uns mit Karauschen eindeckte. Er zeigte uns ein paar interessante Plätze. Wir entschieden uns für eine kleine, knapp 150 qm große neue Insel, von der wir super in eine Außenkurve abspannen konnten. Camp aufbauen, Ruten fertig machen, Feederplatz füttern war zügig erledigt und die Ruten konnten abgespannt werden.
Der Köderfischfang lief wie fast immer schleppend aber es sollte langen. Nachdem wir uns gestärkt hatten bemerkten wir, dass die Waller im Flachwasserbereich hinter uns zu rauben begannen und sich an den unzähligen Schneider satt fressen wollten. Thomas legte daher eine Grundrute in diesen Bereich, denn das Rauben wurde immer intensiver. So packte er dann auch die Blinkerrute aus und versuchte sein Glück. Schon bei den ersten beiden Würfen raubten die Waller dem Löffel hinterher. Beim dritten Wurf dann endlich der ersehnte Biss und ein kurzer, knackiger Drill ging los. Der erste Walli von 139 cm wurde von Michael gekonnt mit Wallergriff über die Plane gezogen. Minimalziel war erreicht!
Nun griff sich Michael die Blinkerrute und versuchte sein Glück. Es dauerte nicht lange und auch er bekam den ersehnten Biss. Leider ging der Fisch kurz nach dem Anschlag verloren. Die Wallis wurden vorsichtiger und wir konnten leider keinen mehr fangen. Die Nacht war aber gigantisch. Bis morgens um 5 Uhr hörten wir die Waller im Flachwasserbereich (Stiefeltief (!) bis 1 Meter) rauben. Ein geniales Erlebnis, das wir sicherlich niemals vergessen werden…

Zwischenzeitlich fing Michael seinen PB von 140 cm auf Köfi. Zwei Fische am ersten Tag, wir lagen m. E. gut im Schnitt.

Am nächsten Tag bereiteten wir 3 Montagen für den Flachwasserbereich vor. Leider viel das sowieso schon niedrige Wasser noch mal und dieser Bereich war teilweise nur noch knöcheltief.

Die Walleraktivitäten blieben bis auf ein paar wenige Schläge aus und so legte ich stattdessen lieber 2 U-Posen an die Strömungskante. Die Entscheidung, wieder in der Außenkurve zu angeln war wohl die richtige. Immerhin bekamen wir 2 Bisse. Thomas fing einen 122 cm Halbstarken und verlor einen Waller kurz nach dem Anhieb. Wir lagen zu diesem Zeitpunkt also bei 3 gefangenen Welsen und hatten unser Normalziel erreicht.

Am 3. Tag wurde dann nachmittags neu bestückt. Bei einer Rute wurden wir etwas mutiger und bestückten die Montage mit einem 3 Pfund schweren Brachsen für den „großen Bruder“. Die anderen Montagen wurden noch näher ans Ufer gebunden, da sich dort ermehrt Kleinfische (Schneider) tummelten. Der erste Biss kam auf der Rute, auf der wir schon die Tage zuvor die 2 Bisse hatten. Die Attacke des Wallers konnte Thomas komplett beobachten und Michael zum Anhieb rufen. Irgendwie gelang es dem 117 cm „großen“ Waller dann, die Leine abzureißen und Michael ließ es sich nicht nehmen, den kleinen selbst zu landen während Thomas die Videokamera laufen ließ.

Eine Stunde später dann der ersehnte Hammerbiss auf der Rute mit dem 3-Pfünder-Brachsen. Diesmal war Michael schneller an der Angel und setzte den Anhieb. Obwohl eigentlich Thomas mit dem Drill an der Reihe war, überließ er seinem Kumpel den Fisch. Der Drill war geil anzuschauen und Michael hatte sichtlich zu kämpfen. Langsam kam der Walli in Ufernähe und wir konnten ihn erstmals sehen. Bei dem Köderfisch waren wir bzgl. seiner Ausmaße nicht sonderlich überrascht. Thomas griff sich den Landehandschuh und wollte gerade zum Klaps das Vorfach greifen, da machte es einen letzten Ruck und der Walli hatte sich abgehakt. Michael fiel sichtlich die Kinnlade runter und wir konnten nur noch beobachten, wie sich der gute Walli gemächlich in Richtung Strömung davon machte.

Die Stimmung war dahin! Auch wenn Michael sicherlich schon den einen oder anderen guten Karpfen kurz vor dem Landgang verloren hatte, der Verlust des Welses ärgerte ihn und er wurde merklich ruhiger. So blieb noch die Hoffnung auf einen versöhnlicheren Abschluss am nächsten Morgen.

Thomas war wie immer als erster wach und begann damit zu packen, als es plötzlich gegen 8.30 Uhr hinter ihm knallte. Er nahm die Rute auf und suchte Kontakt zum Fisch. Leider hing der Waller nicht und er zog nur den abgezogenen Köfi an Land. Den Bissspuren nach, war das auch kein kleiner. Er wunderte sich, dass der Fisch nicht zumindest kurz hing. Ihm fielen fast die Augen raus, als er den Grund dafür sah: ein Drillingshaken war abgebrochen (!) und Thomas verfluchte mal wieder seine Naivität und Faulheit bei der Kontrolle seines Tackles. Fakt ist, die Drillinge werden ausgetauscht und durch die Allerbesten ersetzt. Keine Kompromisse mehr – egal was der Krempel kostet!!!

Fazit des Tripps: Wir hatten viel Spass, unsere Ziele wurden erreicht und unser Ergeiz noch mehr geweckt. Michael wollte gleich wissen, wann es wieder an den Doubs geht, heißt also, auch ihn hat der Wallervirus infiziert. Wir haben sicherlich einiges falsch gemacht, aber auch vieles richtig.

Wie immer hat uns Koen super unterstützt. Vielen Dank, Koen! Sein Platztipp war super, insbesondere, wenn wir nun wissen, dass allgemein in diesen Tagen nicht viel gefangen wurde.

Auf ein Neues! Wir kommen wieder- und das wird schon sehr bald sein!

Viele Grüße
Michael und Thomas



Zurück

© 2017, ASV Kellmetschweiher e.V.
powered by admidio.org